Der Herbst hat sich heute gezeigt. Die Kühe sind ins Tal zurückgekehrt. Mit Blumen geschmückt und ruhig. Begleitet von ihren Menschen, die den Sommer oben gelebt haben. Ich habe ihnen zugeschaut und dabei dieses vertraute Ziehen im Herzen gespürt, das jedes Jahr wiederkommt.
Es ist ein Moment, der nicht laut ist. Kein Fest, kein grosses Spektakel. Nur der Klang der Trycheln, das langsame Schreiten der Tiere und die Wärme der Sonne, die über die Hügel fällt. Ein Augenblick, der nach Heimat riecht und nach Verbundenheit schmeckt.
Die Alpabfahrt trägt immer etwas von Abschied in sich. Der Sommer legt seine letzten Spuren ab und der Herbst öffnet die Tür. Die Tiere bringen den Duft der Höhe mit, den Wind, das Gras, die Tage, die dort oben vergangen sind. Und das Tal empfängt sie, als hätte es gewartet.
Während ich da stand und zuschaute, hat sich in mir ein kleiner Gedanke geregt. Ganz leise, wie ein Vogel, der sich auf einen Ast setzt. Vielleicht schreibe ich in den nächsten Tagen eine Kurzgeschichte darüber. Über Älpler, über Heimkehr, über den Weg vom Berg ins Tal. Noch ist es nur ein zarter Anfang, aber er fühlt sich richtig an.
Heute bleibt einfach dieses warme Gefühl zurück. Ein Gefühl von Natur, von Jahreszeit, von Nähe. Ein Gefühl, das man gerne festhält.
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